Hundeschule in Dollern (21739, Landkreis Stade)

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Hundeschule in Dollern (21739)

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Hundeschule im Allgemeinen

In Hundeschulen lernen Hundehalter und Hund bei fachkundiger Anleitung, vereint umzugehen und zu sich auszutauschen und in ihrem sozialen Umfeld möglichst konfliktfrei zu wirken.

Ziele und Methoden einer Hundeschule

Der Vierbeiner soll im Kontext der Hundeausbildung das Ausführen verschiedener Kommandos erlernen. Der Hundehalter soll simultan studieren, diese Kommandos auf eine für den Hund verständliche Art und Weise zu geben. Es ist vor diesem Hintergrund erdenklich, auch „schwierige“ Hunde zu erziehen und das richtige Einwirken auf solche Vierbeiner zu erlernen, sodass auch in „schwierigen“ Hund-Halter-Konstellationen das künftige Zusammenleben von Halter und Hund ermöglicht werden kann.

Im Verlauf eines Kurses in der Hundeschule wird der Vierbeiner auch Kontakt mit anderen Hunden aufnehmen, welches sich im guten Sinne auf sein Sozialverhalten auswirken kann.

Es gibt Schulen, die auf so genannten Hundeplätzen ausbilden; oft – dennoch nicht in jedem Fall – wird daneben die Möglichkeit geboten, in geeigneten Räumlichkeiten oder auch in der freien Natur vereint zu trainieren.

Welpenschule

In der Welpenzeit des Vierbeiner läuft neben der grundlegenden körperlichen vor allem die charakterliche Entwicklung, also die Sozialisation bzw. Prägung, ab. Die wichtigste, weil Erziehungsgrundlagen setzende Etappe der Hundeerziehung findet somit bereits in den sogenannten Welpenschulen statt.

Im Welpenkurs sollen dem Welpenhalter auch ein artgerechter Kontakt mit dem Vierbeiner und die Verwirklichung von positiver Welpenerziehung und Welpenprägung vermittelt werden. Dem Hundebesitzer wird ein Basiswissen über Körpersprache des Hundes, biologisches Lernverhalten des Hundes, Hundeverhalten und artgerechten Aufbau der Hundeerziehung vermittelt. Der Welpenhalter lernt sowohl die Theorie als auch die praktische Realisierung mit dem Welpen (Welpengruppe). Der Welpe soll lernen, sich anderen Hunden und Menschen gegenüber akkurat zu handeln („Sozialverhalten“), und er wird mit unterschiedlichen Reizen aus der Umwelt bekannt gemacht, welchen er in seinem zukünftigen Leben begegnen wird (dazu gehören unter anderem unterschiedliche Arten von Radfahrer, Lärm, Menschen aller Altersgruppen, Jogger, das Element Wasser, Überwinden kleinerer Hindernisse, verschiedene visuelle Reize). Das spielerische Erlernen der Basisbegriffe der Hundeerziehung zu einem alltagstauglichen Familienhund wird von Beginn an trainiert (bspw. Leinenführigkeit, „Sitz“, „Platz“, das Herankommen auf Rufen).

Zertifizierung einer Hundeschule

Grundsätzlich unterliegt die Selbstbezeichnung als Hundetrainer oder Hundeschule keinen rechtlichen oder behördlichen Richtlinien. Jeder kann sich folglich ohne Vorbehalt als Hundetrainer oder Hundeschule bezeichnen.

In der BRD müssen seit dem 1. August 2014 alle Menschen, die gewerbsmäßig für andere Personen Hunde erziehen oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierbesitzer anleiten wollen, eine Erlaubnis durch das örtliche Veterinäramt einholen (§ 11 Abs. 1 Nr. 8f Tierschutzgesetz). Die Erteilung dieser Erlaubnis ist u. a. an den Nachweis der Sachkenntnis gebunden.

In Schleswig-Holstein bietet die Landestierärztekammer seit 2007 eine behördlich anerkannte Zertifizierung für Hundetrainer an, Niedersachsen zog 2011 nach. Geprüft werden theoretisches Fachwissen und die praktische Arbeit mit dem Hund.