Hundeschule in Lüerdissen (37635, Landkreis Holzminden)

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Hundeschule in Lüerdissen (37635)

Auf dieser Seite findest du die nächste Hundeschule in Lüerdissen, Landkreis Holzminden, 37635 Niedersachsen:


Hundeschule im Allgemeinen

In Hundeschulen lernen Hund und Hundehalter zusammen mit fachkundiger Anleitung, gemeinsam umzugehen und zu sich auszutauschen und in ihrem sozialen Umfeld möglichst konfliktfrei zu agieren.

Methode und Ziele einer Hundeschule

Der Vierbeiner soll im Umfeld der Hundeschule das Ausführen unterschiedlicher Kommandos erlernen. Der Hundebesitzer soll zur gleichen Zeit lernen, diese Kommandos auf eine für den Hund eingängige Herangehensweise zu geben. Es ist deswegen vorstellbar, auch „schwierige“ Hunde zu schulen und das korrekte Einwirken auf solche Vierbeiner zu erlernen, sodass auch in „schwierigen“ Hund-Halter-Konstellationen das weitere Zusammenleben von Halter und Hund ermöglicht werden kann.

Im Verlauf eines Trainings in der Hundeschule wird der Hund auch Interaktion mit anderen Hunden aufnehmen, was sich im guten Sinne auf sein soziales Verhalten auswirken kann.

Es gibt Schulen, die auf so genannten Hundeplätzen agieren; oft – dennoch nicht in jedem Fall – wird daneben die Option geboten, in der freien Natur oder auch in geeigneten Räumlichkeiten gemeinsam zu trainieren.

Welpenschule

In der Welpenzeit des Vierbeiner läuft neben der grundlegenden körperlichen besonders die charakterliche Entwicklung, ergo die Prägung bzw. Sozialisation, ab. Die wichtigste, weil Erziehungsgrundlagen setzende Abschnitt der Hundeerziehung findet so gesehen schon in den sogenannten Welpenschulen statt.

Im Welpenkurs sollen dem Welpenhalter auch ein artgerechter Kontakt mit dem Hund und die Verwirklichung von positiver Welpenprägung und Welpenerziehung vermittelt werden. Dem Hundehalter wird ein Grundwissen über biologisches Lernverhalten des Hundes, Hundeverhalten, Körpersprache des Hundes und artgerechten Aufbau der Hundeerziehung erklärt. Der Welpenhalter lernt sowohl die Theorie als auch die praktische Verwirklichung mit dem Welpen (Welpengruppe). Der Welpe soll lernen, sich anderen Hunden und Menschen gegenüber richtig zu handeln („Sozialverhalten“), und er wird mit verschiedenen Reizen aus der Umwelt bekannt gemacht, denen er in seinem späteren Leben begegnen wird (hierzu zählen unter anderem verschiedene Arten von Menschen aller Altersgruppen, Radfahrer, Lärm, Jogger, das Element Wasser, Überwinden kleinerer Hindernisse, verschiedene visuelle Reize). Das spielerische Erlernen der Basisbegriffe der Hundeerziehung zu einem alltagstauglichen Familienhund wird von Beginn an trainiert (z. B. Leinenführigkeit, „Sitz“, „Platz“, das Herankommen auf Rufen).

Zertifizierung einer Hundeschule

Im Grunde unterliegt die Selbstbezeichnung als Hundeschule oder Hundetrainer keinen rechtlichen oder behördlichen Vorgaben. Jeder kann sich folglich vorbehaltlos als Hundeschule oder Hundetrainer bezeichnen.

In der BRD müssen seit dem 1. August 2014 alle Personen, die gewerbsmäßig für andere Personen Hunde schulen oder die Erziehung der Hunde durch den Tierhalter anleiten wollen, eine Erlaubnis durch das örtliche Veterinäramt einholen (§ 11 Abs. 1 Nr. 8f Tierschutzgesetz). Die Erteilung dieser Befugnis ist unter anderem an den Nachweis der Sachkunde gebunden.

In Schleswig-Holstein bietet die Landestierärztekammer seit 2007 eine Zertifizierung für Hundetrainer an, die behördlich anerkannt ist, Niedersachsen folgte 2011. Geprüft werden die praktische Arbeit mit dem Hund und theoretisches Fachwissen.